VIK- Brandschutzhelfer- Ausbildung

Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss.

Der Umstand, dass in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss.

Oberverwaltungsgericht Münster, 11.12. 1987


Vorschriften und Regeln für den betrieblichen Brandschutz

  1. Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG): §10 Abs. 2 „Erste Hilfe und sonstige Notfallmaßnahmen“

  2. Unfallverhütungsvorschrift: „Grundsätze der Prävention“ (BGV/GUV-V A1) § 22 Abs. 2 „Notfallmaßnahmen“

  3. Technische Regeln für Arbeitsstätten (ASR): ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände“ Abschnitt 6.2 „Brandschutzhelfer“


Ausbildung gemäß DGUV Information 205-023

Schulungsstätten in Hamburg und Berlin oder vor Ort bei Ihnen
Theorie


Grundzüge des Brandschutzes

  1. Grundlagen der Verbrennung und der Vorgänge beim Löschen häufige Brandursachen/Brandbeispiele, wie z. B. Tätigkeiten mit feuergefährlichen und brennbaren Stoffen                                                                                                              

  2. betriebsspezifische Brandgefahren/Zündquellen bezogen auch auf spezielle Produktionsabläufe


Betriebliche Brandschutzorganisation

  1. Brandschutzordnung des Betriebes nach DIN 14096

  2. „Brandschutzordnung – Regeln für das Erstellen und das Aushängen“

  3. Alarmierungswege und –mittel

  4. betriebsspezifische Brandschutzeinrichtungen

  5. Sicherstellung des eigenen Fluchtweges

  6. Sicherheitskennzeichnung nach ASR A1.3 „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“


Funktion und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen

  1. Brandklassen A, B, C, D und F

  2. Wirkungsweise und Eignung von Löschmitteln

  3. geeignete Feuerlöscheinrichtungen

  4. Aufbau und Funktion der im Betrieb vorhandenen Feuerlöscheinrichtungen

  5. Einsatzbereiche und Einsatzregeln von Feuerlöscheinrichtungen und Wandhydranten


Gefahren durch Brände

  1. Gefährdungen durch Rauch und Atemgifte (z. B. durch Kohlenmonoxid)

  2. thermische Gefährdungen (z. B. Wärmestrahlung)

  3. mechanische Gefährdungen (z. B. durch herumfliegende Teile)

  4. besondere betriebliche Risiken (z. B. Metallbrände, Fettbrände oder hohe Brandlasten)


Verhalten im Brandfall

  1. Alarmierung

  2. Bedienung der Feuerlöscheinrichtungen ohne Eigengefährdung

  3. Sicherstellung der selbstständigen Flucht der Beschäftigten

  4. ggf. besondere Aufgaben nach Brandschutzordnung Teil C (z. B. Ansprechpartner für die Feuerwehr)

  5. Löschen von brennenden Personen


Praxis

  1. Handhabung und Funktion, Auslösemechanismen von Feuerlöscheinrichtungen

  2. Löschtaktik und eigene Grenzen der Brandbekämpfung (z. B. Situationseinschätzung, Vorgehensweise)

  3. realitätsnahe Übung mit Feuerlöscheinrichtungen, z. B. Simulationsgeräte und –anlagen mit entsprechenden Aufbausätzen

  4. Wirkungsweise und Leistungsfähigkeit der Feuerlöscheinrichtungen erfahren

  5. betriebsspezifische Besonderheiten (z. B. elektrische Anlagen, Metallbrände, Fettbrände) • Einweisen (vertraut machen) in den betrieblichen Zuständigkeitsbereich


Dauer der Ausbildung:  8 UE

Gruppengröße max. 12 Teilnehmer


Kosten:

  1. Einzelteilnehmer 280,00 EUR netto zzgl. MwSt. (333,20 EUR brutto)

  2. Gruppenpreise bis max 12 Teilnehmer: auf Anfrage

    Seminarverpflegung ( bei Schulungen in unserem Hause) Kaffee, Tee und Seminargetränke sowie Snacks und ein Mittagessen sind im Preis enthalten

  3. Inhouseschulungen bei Ihnen vor Ort:  Preis auf Anfrage

Referenten: Brandschutzbeauftragte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit


Auszug aus der ASR A2.2

6.2 Brandschutzhelfer

(1) Der Arbeitgeber hat eine ausreichende Anzahl von Beschäftigten durch Unterweisung und Übung im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden vertraut zu machen.

(2) Die notwendige Anzahl von Brandschutzhelfern ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Ein Anteil von fünf Prozent der Beschäftigten ist in der Regel ausreichend. Eine größere Anzahl von Brandschutzhelfern kann z. B. bei erhöhter Brandgefährdung, der Anwesenheit vieler Personen, Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie großer räumlicher Ausdehnung der Arbeitsstätte erforderlich sein.

(3) Bei der Anzahl der Brandschutzhelfer sind auch Schichtbetrieb und Abwesenheit einzelner Beschäftigter, z. B. Fortbildung, Ferien, Krankheit und Personalwechsel, zu berücksichtigen.

(4) Die Brandschutzhelfer sind im Hinblick auf ihre Aufgaben fachkundig zu unterweisen. Zum Unterweisungsinhalt gehören neben den Grundzügen des vorbeugenden Brandschutzes Kenntnisse über die betriebliche Brandschutzorganisation, die Funktions- und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen, die Gefahren durch Brände sowie über das Verhalten im Brandfall.

(5) Praktische Übungen (Löschübungen) im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen gehören zur fachkundigen Unterweisung.

Wir schulen individuell nach Ihren Bedürfnissen zu allen Themen der Absturzsicherung und der Seilzugangs- und Positionierungstechnik



Standort: Berlin und Hamburg